Weltkulturerbe Chilehaus

Ein Fondsobjekt wird Weltkulturerbe: Hamburger Chilehaus von UNESCO ausgezeichnet

Seit vielen Jahren stand es auf der deutschen Vorschlagsliste für das UNESCO-Weltkulturerbe – seit 2015 ist das Hamburger Chilehaus auch offiziell ein Stück Weltkultur. Zusammen mit dem Kontorhausviertel und der Speicherstadt wurde das ikonische Bürogebäude – als erste Stätte Hamburgs überhaupt – in die Welterbeliste der UNESCO aufgenommen. Mit seiner Entscheidung würdigt das Welterbekomitee den außergewöhnlichen universellen Wert dieses innerstädtischen Ensembles.
Walter Steinmeier, Volker Noack

Das nach Plänen von Fritz Höger und im Auftrag des Kaufmannes Henry B. Sloman zwischen 1922 und 1924 erbaute Chilehaus wurde als für die Hansestadt typisches Kontorhaus am 1. April 1924 eröffnet. Seit 1993 gehört das zehngeschossige Büro- und Geschäftsgebäude zum Portfolio des Offenen Immobilienfonds UniImmo: Deutschland. Das Fondsobjekt ist aktuell vollvermietet. „Die Auszeichnung ist für unsere Anleger und für uns als Eigentümer und Asset Manager des Chilehauses etwas ganz Besonderes. Wer hat schließlich ein Weltkulturerbe im Portfolio, das seit Jahren exzellente Erträge erwirtschaftet?“, freut sich Dr. Reinhard Kutscher, Vorsitzender der Geschäftsführung der Union Investment Real Estate GmbH, über das passende Geschenk zum 50. Firmenjubiläum der Immobilienfondsgesellschaft. „Mit unseren Immobilieninvestments wollen wir nachhaltige Werte schaffen – viel schöner als mit dem Prädikat ‚Weltkulturerbe‘ kann man es nicht ausdrücken. Damals wie heute wird das Chilehaus den Ansprüchen seiner Nutzer gerecht und stellt damit seine Nachhaltigkeit seit über 90 Jahren unter Beweis."

Mit der Entscheidung des Welterbekomitees der UNESCO ist ein langjähriger Entscheidungsprozess abgeschlossen. 1999 war zuerst das Chilehaus auf die Vorschlagsliste Deutschlands zur Aufnahme in die UNESCO-Liste aufgenommen, 2007 die Bewerbung um Speicherstadt und Kontorhausviertel erweitert worden. Im Februar 2004 wurde der Antrag in Paris eingereicht. Darauf folgte eine umfangreiche Evaluierung und Begutachtung der Antragsunterlagen und der Bewerberstätte durch ICOMOS International. Für Hamburg bedeutet der erste UNESCO-Welterbetitel große Chancen, die Stadt auch kulturell international noch bekannter zu machen. „Als in Hamburg verwurzeltes Unternehmen werden wir die Aufgabe, das kulturelle Erbe in Bezug auf das Chilehaus zu schützen und zu vermitteln, mit besonderer Verantwortung wahrnehmen“, sagt Dr. Reinhard Kutscher. „Hierzu werden wir weiterhin im kontinuierlichen Austausch mit der Stadt Hamburg und der UNESCO bleiben.“

Ein Jahr nach der Anerkennung der Speicherstadt und des Kontorhausviertels mit Chilehaus zum Unesco-Welterbe erhielt die Stadt Hamburg offiziell ihre Urkunde. Der damalige Bundesaußenminister Frank-Walter Steinmeier (SPD) überreichte  am 27. Juni 2016 die Auszeichnung an Hamburgs Bürgermeister Olaf Scholz (SPD). Zuvor hatte es sich der Außenminister nicht nehmen lassen, das Chilehaus zu besuchen. Volker Noack, Mitglied der Geschäftsführung der Union Investment Real Estate GmbH und „Hausherr“, begrüßte den Bundesaußenminister und führte ihn persönlich durch das Weltkulturerbe. Vom Dach des Chilehauses konnte der Bundesaußenminister einen Blick auf das Kontorhausviertel und die gegenüberliegende Speicherstadt werfen. Er zeigte sich dabei sehr beeindruckt über das lebendige und überaus gepflegte Chilehaus, das er auf eigenen Wunsch besuchte.

Walter Steinmeier, Volker Noack

"Ich gratuliere Hamburg und Olaf Scholz zum Welterbe-Titel", sagte Steinmeier. "Die Speicherstadt mit Kontorhausviertel und dem Chilehaus dokumentieren auf einzigartige Weise den Aufstieg Hamburgs zu einem der größten und bedeutendsten Seehäfen weltweit. Zugleich symbolisieren sie kulturelle und gesellschaftliche Identität. Welterbe gibt Menschen Halt und Orientierung". Das gelte für Hamburgs Welterbestätten. Und das gelte für bedrohte Welterbestätten wie Palmyra in Syrien. Deshalb setze sich die Auswärtige Kulturpolitik weltweit für den Schutz von kulturellem Erbe ein. "Umso mehr freut es mich, dass die Verleihung des Welterbetitels an Hamburg unter dem deutschen Vorsitz im Welterbe-Komitee der Unesco gelungen ist."